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Infektiöse Gastroenteritis (Durchfälle) durch Yersinien

Der Bereich Gesundheitsamt informiert über Hygienemaßnahmen bei Infektiöser Gastroenteritis (Durchfälle) durch Yersinien.

Erreger:
Stäbchenförmige Bakterien (Yersinia spez., Yersinia enterocolitica, Yersinia pseudo-tuberculosis, verschiedene Serotypen).

Übertragung:
Aufnahme des Erregers überwiegend durch keimhaltige Nahrung oder Trinkwasser. Die Hauptinfektionsquelle des Menschen stellt wahrscheinlich das Schwein dar, dessen Rachen stark mit Yersinien besiedelt sein kann. Aufgrund dessen hält man unzureichend gekochtes Schweinefleisch für eine wichtige Infektionsquelle. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist ungewöhnlich.

Inkubationszeit:
Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung etwa 3 - 10 Tage (in der Regel 3 - 7 Tage)

Krankheitsbild:
Die Krankheit beginnt meist akut mit wässrigen Durchfällen (insbesondere bei Kleinkindern), Leibschmerzen, Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei älteren Kindern kann es zu einer Entzündung der Bauchlymphknoten kommen, deren Bild einer Blinddarmentzündung ähnelt. Schwere Verläufe mit einer Blutvergiftung sind bei abwehrgeschwächten Personen bekannt.

Ansteckungsdauer:
Unterschiedlich, meist bis zum Abklingen der Beschwerden.

Diagnose:
Zur Diagnosesicherung werden Stuhluntersuchungen durchgeführt.

Behandlung:
Nur in schweren Fällen Gabe von Antibiotika. Ausgleich der verloren gegangenen Flüssigkeit und Mineralstoffe.

Bedeutung und Vorkommen:
Yersinien sind weltweit verbreitet, hauptsächlich in den gemäßigten Klimazonen. Das Hauptreservoir sind wilde und domestizierte Vögel sowie verschiedene Säugetiere, der Mensch ist nur zufällig betroffen.

Vorsorge / Hygiene:
Meist werden die Erreger über Lebensmittel übertragen. Die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung der Über-tragung von Yersinien ist das Waschen der Hände, vor allem nach jedem Toilettenbesuch und vor der Zubereitung von Mahlzeiten. Händewaschen führt zwar nicht zur Erregerelimination, aber zur drastischen Reduzierung der Keimzahl an den Händen. - Außerdem muss darauf geachtet werden, dass Fleisch, vor allem Schweinefleisch, gründlich durchgegart wird. Bei bestimmten Zubereitungsarten, z. B. Erhitzen in der Mikrowelle, dürfen keine kurzen Garzeiten gewählt werden.

Bitte in Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen beachten!!
Gemäß § 34 Infektionsschutzgesetz dürfen Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und an infektiöser Gastroenteritis (Durchfall) erkrankt oder dessen verdächtig sind, die Gemeinschaftseinrichtung nicht besuchen, bis nach dem Urteil des behandelnden Arztes eine Weiterverbreitung der Erkrankung nicht mehr zu befürchten ist. Alle weiteren Personen dürfen die Einrichtungen wieder betreten, wenn sie keinen Durchfall mehr haben und sich der Stuhlgang normalisiert hat.

Das Merkblatt als PDF-Download: Yersinien

Informationen:

Gesundheitsamt Lübeck
Infektionsschutz
Sophienstraße 2-8
23560 Lübeck

Sprechstundenzeiten:
Montag und Dienstag 8.00 - 14.00 Uhr
Mittwoch 08:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag 8.00 - 18.00 Uhr
Freitag 8.00 - 12.00 Uhr
und nach Vereinbarung

1. Stock, Zimmer Nr. 1.85, 1.87, 1.88
Telefon: 0451/122 53 65, -66, -67, -68
E-Mail: Infektionsschutz@luebeck.de
Internet: Hygiene und Gesundheit

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