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Armuts- und Sozialbericht (Sozialatlas )

Wachsende Herausforderung bei reduzierten finanziellen Handlungsspielräumen - so beschreibt der Deutsche Städtetag (DST) die Situation in den meisten deutschen Kommunen. Die Globalisierung der Märkte, verschärfte Einkommenspolarisation, Bildungsarmut, eine fragiler werdende Stadtgesellschaft, der soziodemographische Wandel und nicht zuletzt der Klimawandel sowie die Privatisierung öffentlicher Aufgaben werden vom DST als die großen Herausforderungen mit besonderer Brisanz für die Städte und Stadtregionen genannt.

Denn trotz sinkender Arbeitslosigkeit und wachsender Beschäftigung nehmen die prekären Beschäftigungsverhältnisse zu. Kinder- und Altersarmut und der insgesamt zunehmende Umfang an Transferzahlungen bestätigen, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander klafft.

Mit dem Armtus- und Sozialbericht 2012 werden die im Armutsbericht 2006 beschriebenen Sachverhalte fortgeschrieben und um weitere Analysen ergänzt. Diese Beschreibung der sozialen Lage in der Hansestadt Lübeck kann jedoch nur eingeschränkt unterstützend für die weitere Bekämpfung der Armut sein, denn die sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen werden heute zunehmend durch nationale und globale Rahmenbedingungen bestimmt. So stehen insbesondere den Kommunen durch die Höhe der Schulden aller öffentlichen Körperschaften immer weniger finanzielle Mittel zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Weiterentwicklung des Bildungssystems und somit auch zur Vermeidung von Lebensbedingungen, die Armut überhaupt erst entstehen lassen, zur Verfügung. (Auszug aus dem Vorwort von Herrn Senator Schindler)

Informationen:

Bereits im Frühjahr 1989 wurde durch das damalige Sozialamt der Hansestadt Lübeck die Erstellung eines Gutachtens zur Bekämpfung der Armut beauftragt, welches 1991 durch ein Sozialforschungsbüro vorgelegt wurde (Lübeck 1991). Am 22. Februar 2001 beschloss die Bürgerschaft dann die Erstellung eines ersten Lübecker Armuts- und Sozialberichtes, der sich in die zwei Teile Datengrundlage und Textteil gliederte. Daraufhin wurde 2003 zunächst der Lübecker Sozialatlas als Datengrundlage vorgelegt, der seinen Schwerpunkt in der graphischen und erstmals auch kleinräumig kartographischen Darstellung hatte. Aufgrund des Bürgerschaftsbeschlusses vom 25.09.2003 wurde dann in 2005 der zugehörige Textteil erstellt. Am 29. Juni 2006 wurde von der Bürgerschaft einstimmig beschlossen, den Armuts- und Sozialbericht Teil 1 Sozialatlas fortschreiben zu lassen. Dies führte zur Erstellung des zweiten Lübecker Armtus- und Sozialberichtes, der über einen Textteil und einen umfangreichen Tabellenanhang verfügte, der es ermöglichte, alle 20 Sozialbezirke der Hansestadt Lübeck anhand eines Indikatorenkataloges differenziert zu betrachten. Der Bericht hatte überwiegend die soziale Entwicklung der Jahre 2002-2006 im Blickpunkt.

Der nun vorliegende dritte Armuts- und Sozialbericht - basierend auf den einstimmigen Bürgerschaftsbeschluss vom 25.09.2003 - knüpft weitgehend an den Stand von 2006 an und beschreibt die Entwicklung bis zum Stichtag 31.12.2012, teilweise auch darüber hinaus. Der Bericht verzichtet auf wertende Darstellungen und enthält auch keine Handlungsempfehlungen. Die Autorinnen und Autoren waren bemüht , eine möglichst objektive und wissenschaftlich fundierte Beschreibung der sozialen Verhältnisse zu leisten. Der Bericht soll damit die im politischen Diskurs notwendige sachliche Basis bereit stellen.

Die Frage nach den kleinräumigen sozialen Strukturen durchzieht den gesamten Lübecker Armuts- und Sozialbericht. Nicht immer erlaubt die Datenlage eine kleinräumige Differenzierung und selbst wenn, kann die räumliche Darstellungstiefe variieren. Der kleinste gemeinsame Nenner wäre somit die Darstellung nach den zehn Lübecker Stadtteilen gewesen. Diese haben jedoch eine recht unterschiedliche Größe und haben Einwohnerzahlen zwischen rd. 8.000 in Schlutup und rd. 44.000 in St. Jürgen. Insbesondere für die drei großen Stadtteile St. Jürgen, St. Lorenz und St. Gertrud gilt, dass unterschiedliche Sozialstrukturen innerhalb eines Stadtteils auf Stadtteilebene aufsummiert und damit nivelliert werden bzw. nicht erkennbar wären. Trotzdem bilden die zehn Stadtteile die räumliche Grundlage für die 46 kleinräumigen Indikatoren, zum einen, um die Datenmenge nicht ausufern zu lassen, zum anderen, da die Abgrenzung der zehn Stadtteile in Lübeck eine allgemein bekannte und häufig verwendete Gebietsgliederung ist.
Zur Vermeidung der genannten Nivellierungstendenzen wurden im Textteil daher ergänzend die 20 Sozialbezirke herangezogen. Hier liegen die Einwohnerzahlen in der Regel zwischen rd. 4.000 und 20.000 Einwohner/innen, mit Ausnahme des Sozialbezirks 02-Hüxtertor, der rd 27.000 Einwohner/Innen aufweist. Im Allgemeinen sind die Sozialbezirke jedoch untereinander etwas besser vergleichbar. Ein Indikator, die Zahl der Personen in den Bedarfsgemeinschaften, wurde exemplarisch und kartographisch bis auf Ebene der 158 statistischen Bezirke visualisiert. Hier sind die sozialräumlichen Strukturen relativ wirklichkeitsnah abgebildet. Die kleinräumigen Betrachtungen erfordern von der Leserin und dem Leser somit eine gewisse Flexibilität. Die kartographischen Darstellungen mögen hierbei hilfreich sein.

Hier finden Sie als PDF- Download:
Lübecker Armuts- und Sozialbericht 2006
Lübecker Armuts- und Sozialbericht 2012

Weitere Auskünfte erteilen:
Claudia Schwartz, Telefon (0451) 122-4416
Christa Nötzel, Telefon (0451) 122-5388

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Armuts- und Sozialbericht
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23560 Lübeck
Telefon:(0451) 122 - 4400
Fax:(0451) 122 - 4496
Email:soziale-sicherung@luebeck.de

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