Mittwoch, 19.06.2013 18°C

Schnellsuche

 

Weitere Informationen

Service

Digitales Pressedienstarchiv

Ein kurioses Buch in der Rolle des Aschenbrödels
090313LK 2009-05-11


Prof. Dr. Heinrich Detering referiert am 14. Mai über Thomas Manns „Königliche Hoheit“

Das Lübecker Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, lädt am Donnerstag, 14. Mai 2009, um 19 Uhr zum Vortrag mit dem Titel „Königliche Hoheit – das vergessene Hauptwerk“ ein. Professor Dr. Heinrich Detering aus Göttingen referiert über Thomas Manns zweiten Roman, der vor 100 Jahren erschienen ist. Das „kuriose Buch“ habe unter seinen Arbeiten, so Thomas Mann 1954, immer „die Rolle des Aschenbrödels“ gespielt. Zu Unrecht, wie er meinte. Ohne ihn wären die späteren „Hauptwerke“, der „Zauberberg“ und auch „Joseph und seine Brüder“ nicht möglich gewesen. Heinrich Detering hat den Roman in der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe der Werke Thomas Manns neu herausgegeben und kommentiert. In seinem Vortrag geht er unter anderem der Verwandtschaft von „Königliche Hoheit“ mit dem Genre des Märchens nach. In der anschließenden Diskussion soll neben „Königliche Hoheit“ auch Heinrich Manns zeitgleich erschienener Roman „Die kleine Stadt“ betrachtet werden. Ästhetische, politische und autobiografische Fragen sollen vergleichend an beide Werke gestellt werden. Der Eintrittspreis beträgt neun, ermäßigt sechs Euro.

Heinrich Detering ist Direktor des Seminars für Deutsche Philologie und des Zentrums für komparatistische Studien der Georg-August-Universität in Göttingen. Neben ihm diskutieren Professor Dr. Ariane Martin, Professorin für Neuere Deutsche Literaturgeschichte am Deutschen Institut der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Vizepräsidentin der Heinrich Mann-Gesellschaft, sowie Professor Dr. Hans Wißkirchen, Vizepräsident der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft. Moderiert wird das Gespräch von Holger Pils, dem Leiter des Buddenbrookhauses.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms anlässlich der Sonderausstellung „Die Schule der Menschlichkeit“, die noch bis zum 28. Juni im Buddenbrookhaus zu sehen ist.+++


Zurück zur Übersicht