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Sonderausstellung über die Geschichte der
Eisenherstellung
Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt
Herrenwyk, Kokerstraße 1 – 3, zeigt von Sonnabend, 8. April,
bis zum 5. Juni 2006 die Sonderausstellung „Zum Alten Eisen – Die
Geschichte der Eisenherstellung“.
Eisen als Werkstoff hat eine lange
Tradition. Nach einer frühen Verwendung von Meteorit-Eisen bereits in der
Steinzeit wurde die Technik der Eisenverhüttung im Vorderen Orient vor etwa
3300 Jahren entwickelt. Die Verfügbarkeit dieses Rohstoffes war eine
grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung der modernen Gesellschaften.
Rund 2000 Jahre ist es her, dass in Schleswig-Holstein erstmals Eisen aus dicht
an der Erdoberfläche liegendem Raseneisenerz hergestellt wurde. Dieses Erz,
das vielfach in den Niederungen anstand, wurde noch in den 50er Jahren abgebaut
und in der Metallhütte Lübeck verhüttet.
In einer Ausstellung des Instituts
für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel wird dieses
Verfahren an vielen Beispielen vorgestellt. Grabungsergebnisse aus Joldelund in
Nordfriesland werden ergänzt durch eigene Experimente zur Eisengewinnung im
Schachtofen und durch Beispiele aus der Völkerkunde und der Mythologie. Wie
aus Erz das Eisen entsteht wird ebenso vorgestellt, wie einige grundlegende
Schmiedetechniken.
Die Ausstellung wird am Freitag, den 7.
April um 19.30 Uhr durch Dr. Wolfgang Muth, Leiter des Industriemuseums
Geschichtswerkstatt Herrenwyk, eröffnet. Sarah Diers vom Institut für
Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel wird eine inhaltliche
Einführung geben. Der Eintritt zur Eröffnung kostet 1,50,
ermäßigt 0,50 Euro und berechtigt zu einem weiteren Besuch der
Ausstellung.
Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt
Herrenwyk ist freitags von 14 bis 17 Uhr und sonnabends und sonntags von 10 bis
17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt beträgt 1,50, ermäßigt 0,50
Euro. Gruppen und Schulklassen können jederzeit unter der Telefonnummer
(0451) 30 11 52 einen Termin für eine Führung vereinbaren.
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