Digitales Pressedienstarchiv
Mit Führungen Lübecks kulturelle Einrichtungen kennen
lernen
Die Lübecker Museen und kulturellen
Institutionen bieten in der nächsten Woche verschiedene Führungen
durch ihre Häuser und aktuellen Ausstellungen an. „Von Thomas Mann zu
Günter Grass“ lautet das Thema einer Führung, die das
Buddenbrookhaus am Mittwoch, 15. Februar 2006, 14 Uhr, anbietet. Zunächst
führt ein Rundgang durch das Buddenbrookhaus, anschließend werden die
Teilnehmer zu einem Kurzbesuch in das Günter Grass-Haus geführt. Die
Teilnahme kostet acht Euro.
Eine Führung durch die beiden
Dauerausstellungen bietet das Lübecker Buddenbrookhaus, Mengstraße 4,
am Sonnabend, 18. Februar, an. Die Führung beginnt um 14 Uhr. Die Teilnahme
kostet inklusive Eintritt acht Euro. „Die Manns - eine
Schriftstellerfamilie“ spiegelt die Geschichte der Familie Mann wider.
Ausgehend von den ungleichen Schriftstellerbrüdern Heinrich und Thomas
Mann, ihren Vorfahren, Geschwistern und Lebenspartnern spannt die Ausstellung in
sechs Stationen einen Bogen über ihre Zeitgenossen bis hin zu ihren
Nachfahren. Die zweite Ausstellung „Die 'Buddenbrooks' - ein
Jahrhundertroman“ schildert die Entstehung, Handlung und Wirkung von
Thomas Manns nobelpreisgekrönten Roman. Dabei wurde eine
Literaturausstellung neuen Typs entwickelt. Außerdem erhalten die
Teilnehmer auch einen Einblick die Archivbestände des Buddenbrookhauses im
Rahmen der Kabinettausstellung „Ihr sehr ergebener Thomas Mann“. Zu
sehen sind bislang unveröffentlichte und unbekannte Briefe Thomas Manns,
darunter Briefe an den Direktor des Lübecker Katharineums Georg Rosenthal
und an den Literaturwissenschaftler Adolf von Grolmann.
Wer sich für die Geschichte des
Burgklosters, Hinter der Burg 2 - 6, interessiert, kann am Sonnabend, 18.
Februar, um 11.30 Uhr an einer Führung durch das ehemalige
Dominikanerkloster teilnehmen. Die Teilnahme kostet vier Euro plus zwei Euro
für die Führung zugunsten des Fördervereins Museum Burgkloster zu
Lübeck e. V.. Zum Dank für ihre Hilfe in der Schlacht von
Bornhöved 1227 haben die Lübecker der heiligen Maria Magdalena ein
Kloster gewidmet. Erbaut wurde das „Maria-Magdalenen-Kloster“, so
der eigentliche Name, 1229 auf dem Gelände der 1225/26 geschleiften
stadtherrlichen Burg und bis ins 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Es
gehört mit Kreuzgang und angrenzenden Klausurräumen zu den
Hauptleistungen der Backsteingotik in Norddeutschland.
Im Seitenflügel des Burgklosters
liegt das Museum für Archäologie, in dem am Sonnabend, 18. Februar, um
11 Uhr eine Führung stattfindet. Der Eintritt kostet vier,
ermäßigt zwei beziehungsweise ein Euro plus zwei Euro Gebühr
für die Führung. Zusätzliche Führungen können beim
Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck unter der Rufnummer (0451)
122-71 54, per Fax an 122-13 94 oder per E-Mail an archaeologie@luebeck.de
vereinbart werden. Im sogenannten Beichthaus des ehemaligen Lübecker
Dominikanerklosters sind auf drei Ebenen die Ergebnisse der Lübecker
Archäologie zu sehen, durch die die Besucher einen guten Eindruck vom
Alltag des mittelalterlichen Lübeckers bekommen. Neben dem Mittelalter, in
dem Lübeck als Königin der Hanse auf dem Höhepunkt seiner Macht
war, werden dem Besucher aber auch frühere Epochen wie die Stein- oder
Bronzezeit präsentiert.
Interessierte haben die Möglichkeit,
im Rahmen einer Führung durch das Grass-Haus einen Einblick in
„Atelier und Schreibwerkstatt von Günter Grass“ zu bekommen.
Die Ausstellung zeigt den Künstler als Romanautor und Lyriker, Grafiker,
Maler und Bildhauer. Außerdem wird im Obergeschoss die neue Ausstellung
„Die Unsterblichen – Die Bilderwelt des Weiten Feldes von
Günter Grass“ präsentiert. Es entstanden über siebzig
Zeichnungen und Druckgrafiken. Die Ausstellung gibt Einblicke in den
Entstehungsprozess des Romans und in die kontroverse öffentliche
Diskussion. Erstmalig sind alle Grafiken zu sehen, die eine ganz eigene, vom
Buch autonome Bilderwelt vor den Augen des Betrachters entfalten. Die
Führung findet am Sonnabend, 18. Februar, um 15.30 Uhr im Grass-Haus,
Glockengießerstraße 21, (mindestens fünf Teilnehmer) statt und
dauert etwa eine Stunde. Die Teilnahme kostet sieben Euro. +++
