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LiteraTour Nord im Buddenbrookhaus: Zwölf Gramm Glück

040883LK 2004-11-10

Feridun Zaimoglu liest im Rahmen der Lesetournee der LiteraTour Nord aus seinem neuem Erzählband „Zwölf Gramm Glück“ am Montag, 15. November 2004, um 20 Uhr im Buddenbrookhaus und ist somit nach Ralf Rothmann der zweite Autor, der um den begehrten Preis der Stiftung ins Rennen geht.

In zwölf Geschichten, sieben aus Deutschland und fünf aus der Türkei, erzählt Zaimoglu von den Um- und Irrwegen gelungener oder mißlungener Assimilation und einer fremden, fernen und archaischen Welt jenseits von EU – Euphorie und Tourismus – Glück.

Nach „Liebesmale, scharlachrot“ und „German Amok“ stehen hier Männer in ihrer Midlife-Crisis mit den dazugehörigen Frauenproblemen und dem Wunsch, dem Alltag zu entfliehen, im Vordergrund. Es sind Männer, die genau wie Zaimoglu, türkischstämmig sind und in Deutschland leben. Es geht um ihre Selbstmordgedanken, ihre komplizierten Lieben und ihre Sorgen um das Verdienen des täglichen Brots, die den Leser abwechselnd in hoffnungsvoll-euphorische und depressive Stimmungen versetzen – genau von dem Autor portioniert, um nicht mehr als die vorgeschriebenen 12 Gramm Glück zu verabreichen.

In dem Band enthalten ist die in dem Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb ausgezeichnete Erzählung „Häute“.

Feridun Zaimoglu wurde 1964 in Bolu (Türkei) geboren und wuchs in Deutschland auf. Er studierte Kunstgeschichte und Humanmedizin und lebt seit 1985 in Kiel. Heute arbeitet er als Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor. Neben mehreren Romanen und Erzählungen veröffentlichte Zaimoglu Kolumnen und Feuilletons.

Die 1995 erschienene Anthologie „Kanak Sprak“, mit 24 Geschichten von türkischen Einwandererkindern der zweiten und dritten Generation, machte Zaimoglu über Nacht zu einer Symbolfigur einer ganzen Generation.

Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt drei Euro, Kartenreservierung werden unter der Telefonnummer (0451) 122-41 90 angenommen. +++


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