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Bundestagswahl in Lübeck: Amtliches Endergebnis steht fest

020715L 2002-09-27

Bürgermeister Bernd Saxe hat heute in seiner Funktion als Kreiswahlleiter des Wahlkreises 11 (Lübeck) das amtliche Endergebnis der Bundestagswahl am 22. September bekanntgegeben. Dieses amtliche Endergebnis weicht nur marginal von dem vorläufigen Endergebnis ab: Danach haben von den 178 895 Wahlberechtigten 137 518 Wähler und Wählerinnen ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von knapp 77 Prozent. Insgesamt 2252 Erststimmen waren ungültig. Von den gültigen Erststimmen entfielen auf: Gabriele Hiller-Ohm (SPD) 68 775 oder 50,8 Prozent, Anke Eymer (CDU) 46 823 oder 34,6, Dr. Michaela Blunk (FDP) 7 290 entsprechend 5,4 Prozent, Angelika Birk (GRÜNE) 9 199 (6,8 Prozent) und Antje Jansen (PDS) 2 568 (1,9 Prozent).

Bei den gültigen Zweitstimmen entfielen auf: Die SPD 64 655 Stimmen (47,7 Prozent), die CDU 43 096 (31,8 %), die FDP 9 027 (6,7), BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN 13 424 (9,9%), die PDS 2 178 (1,6%) und auf die Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill) 1986 Stimmen (1,5%). Die übrigen Parteien erhielten jeweils nur wenige hundert Stimmen.

Bei der Auswertung von acht repräsentativen Wahlbezirken hat sich gezeigt, daß Männer und Frauen teilweise sehr unterschiedlich gewählt haben. Erstaunlich ist die geringe Wahlbeteiligung junger Frauen: Während fast 60 beziehungsweise knapp 70 Prozent der jungen Männer im Alter zwischen 18 bis 20 beziehungsweise 21 bis 24 Jahren zur Wahl gingen, gaben bei den gleichaltrigen Frauen jeweils nur knapp 47 beziehungsweise 52 Prozent ihre Stimme ab. In der Altersgruppe der 25 bis 29jährigen kehrt sich das Bild leicht um: Während knapp 61 Prozent der Männer dieser Altersgruppe zur Wahl gingen, waren es bei den gleich alten Frauen fast 70 Prozent.

Ausgewertet haben die Kolleginnen und Kollegen des Bereichs Statistik und Wahlen auch das individuelle Wahlverhalten: So wurde bei der Auswertung der Stimmzettel deutlich, daß von denjenigen, die mit der entscheidenden Zweitstimme SPD gewählt haben, 90 Prozent auch die Erststimme den Sozialdemokraten gaben. Noch deutlicher ist es bei CDU-Wählerinnen und Wählern: Diese gaben zu 95 Prozent der CDU-Direktkandidatin ihre Stimme. Bei FDP-Wählern gaben 33 Prozent der CDU und 15 Prozent der SPD ihre Erststimme. Deutliches Stimmensplitting ist bei den Grünen-Wählern zu beobachten: Wahltaktisch klug für die rot-grüne Regierung gaben diese Wählerinnen und Wähler ihre Erststimme zu 60 Prozent der SPD-Kandidatin und nur zu 33 Prozent Angelika Birk. Auch die PDS-Wähler splitteten ihre Stimmen: Zu 40 Prozent wurde die SPD- und zu 46 Prozent die PDS-Kandidatin mit der Erststimme gewählt. Insgesamt splitteten 18 Prozent der Wählerinnen und Wähler Erst- und Zweitstimme. +++


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