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13. Lübecker Literaturtreffen im Günter Grass-Haus
180080L 2018-01-26


Diskussionsrunde über unveröffentlichte Werke am 3. Februar 2018 um 19 Uhr

Zum 13. Mal treffen sich Autoren in der Hansestadt Lübeck Sonnabend,
3. Februar 2018, um 19 Uhr, um miteinander über ihre unveröffentlichten schriftstellerischer Projekte zu diskutieren. Dieses Arbeitstreffen findet hinter verschlossenen Türen statt. Dennoch hat auch die Allgemeinheit etwas davon: Zum Abschluss des Lübecker Literaturtreffens lesen die teilnehmenden Autoren aus ihren Werken vor. Im Jahre 2005 hat Günter Grass das Lübecker Literaturtreffen ins Leben gerufen. Am übernächsten Wo-chenende findet das Treffen nun zum 13. Mal statt – zum dritten Mal nach dem Tod des Literaturnobelpreisträgers.

In Lübeck erwartet werden in diesem Jahr Nina Bußmann, Sherko Fatah, Heike Geißler, Thomas Lang, Katja Lange-Müller, Dagmar Leupold, Julia von Lucadou, Robert Schindel, Fridolin Schley und Tilman Spengler. Zum Abschluss – am Samstag, 3. Februar – lesen die teilnehmenden AutorInnen in den Kammerspielen des Theaters Lübeck aus ihren Werken vor. Ein Signier- und ein Büchertisch ergänzen die Lesung.

Karten sind ausschließlich an der Theaterkasse unter: (0451) 399 600 erhältlich. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und dauert bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro / 10 Euro. Schüler im Klassenverbund zahlen 5 Euro.

Das Lübecker Literaturtreffen findet mit der Unterstützung ver-schiedener Förderer und Kooperationspartner statt: Das Günter Grass-Haus dankt dem Freundeskreis Günter Grass-Haus, dem Theater Lübeck, dem Radisson Blu Senator Hotel und der Günter und Ute Grass-Stiftung.

Biografien der AutorInnen:

Nina Bußmann, geboren 1980 in Frankfurt am Main, lebt in Berlin und schreibt Prosa und Hörspiele. Sie hat mehrere Arbeiten für und mit der Künstlerin Gabriela Oberkofler verfasst. Zuletzt entstand das Hörspiel "Ich kann diese Geschichte nicht mehr vergessen", aufgeführt im Rahmen der Ausstellung "Alles wieder zurück!" in Saarbrücken und Ulm, 2014. Sie ist Mitglied im literarischen Beirat von Fiktion, einem Modellprojekt, das sich mit der digitalen Verbreitung sogenannter schwieriger Literatur beschäftigt. 2012 erscheint ihr Roman „Große Ferien“, gefolgt von „Der Mantel der Erde ist heiß und teilweise geschmolzen“ (2017). U.a. erhält Nina Bußmann 2015 das Heinrich-Heine-Stipendium und 2016 ein Arbeitsstipendium für Literatur des Berliner Senats.

Sherko Fatah, geb. 1964 in Ost-Berlin, ist ein deutscher Schriftsteller mit irakisch-kurdischen Wurzeln. In seinen Büchern thematisiert er die gewalttätigen Auseinandersetzungen im kurdischen Grenzgebiet zwischen Iran, Irak und der Türkei sowie deren Auswirkungen auf Europa. Sherko Fatah wurde 2015 mit dem Großen Kunstpreis Berlin ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis für sein bisheriges Gesamtwerk und vor allem für den Roman „Der letzte Ort“.

Heike Geißler, geboren April 1977 in Riesa (Sachsen) wuchs in Riesa und Karl-Marx-Stadt/Chemnitz auf. Sie studierte Germanistik und Philosophie. 2001 erhielt sie den Alfred-Döblin-Förderpreis für den ein Jahr später erschienenen Roman „Rosa“. Am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt nahm Heike Geißler 2008 teil. Zudem ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Sie lebt als freie Schriftstellerin in Leipzig.

Thomas Lang, geboren 1967 in Nümbrecht (NRW), studierte Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main. Seit 1997 lebt er als freier Autor in München. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit verfasst er Sachartikel in Computerzeitschriften und arbeitete als Dozent für Manuskriptum, den Kurs für Kreatives Schreiben der LMU. 2002 erschien sein erster Roman „Than“, der mit dem Bayerischen Staatsförderungspreis und dem Marburger Literaturpreis ausgezeichnet wurde. 2005 erhielt Lang den Ingeborg-Bachmann-Preis für einen Auszug aus dem Roman „Am Seil“, der außerdem für den Preis der Leipziger Buchmesse 2006 nominiert wurde. 2016 erscheint sein Roman „Immer nach Hause“.

Katja Lange-Müller wurde am 13. Februar 1951 in Ost-Berlin (DDR) geboren. Von 1979 bis 1982 studierte Katja Lange-Müller am Institut für Literatur in Leipzig. Zu ihren neuesten Werken gehören „Böse Schafe“ (2007), und „Drehtür“ (2016). Katja Lange-Müller ist seit 2000 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und seit 2002 Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin. Sie war zu Gastprofessuren im MIT, Cambridge, USA (1997/98) und am Dartmouth-College in Hanover, New Hampshire, USA (2002). 2016 absolvierte sie eine Poetik-Dozentur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Katja Lange-Müller wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1986), dem Alfred Döblin-Preis (1995), dem Berliner Literaturpreis (1996) und dem Kleist-Preis (2013). 2017 erhält sie den Günter Grass-Preis des Lübecker Literatur-treffens.

Dagmar Leupold, 1955 in Niederlahnstein geboren, studierte Germanistik, Philosophie, Theaterwissenschaft und Klassische Philologie an den Universitäten in Marburg und Tübingen und promovierte in New York. Für ihre vielseitigen literarischen Arbeiten – Gedichte, Romane und Essays – erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Ihr Roman „Unter der Hand“ wurde 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert, mit dem Roman "Die Witwen" stand Leupold auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016. Dagmar Leopold leitet das „Studio Literatur und Theater“ an der Universität Tübingen und ist geschäftsführende Vorsitzende des Deutschen Literaturfonds. 2013 kuratierte sie das forum:autoren beim Literaturfest München.

Julia von Lucadou – geboren 1982 in Heidelberg – studiert Film und Theater in Mainz und in Wellington, Neuseeland. Danach ist sie als Regieassistentin für Film in Vancouver, Kanada, tätig. Seit 2009 lebt sie in Köln und arbeitet als Fernsehredakteurin und freie Autorin. Seit 2014 studiert sie am Schweizerischen Literaturinstitut Biel. Julia von Lucadou schreibt Kurzprosa, Langprosa, Hörspiele, Drehbücher und Theaterstücke Sie ist Preisträgerin des Publikumspreises beim 11. Nettetaler Literaturwettbewerb und des 1. Arnsberger Literaturwettbewerbs. 2001 veröffentlicht sie „Die Bine, die hat die Sonne so gern“. 2017 erscheint ihr Band „Mediale Erinnerungen: Ästhetisch-dramaturgische Entwicklung im Kino von Atom Egoyan“.

Robert Schindel, geb. 1944 in Bad Hall in Oberösterreich, ist ein Lyriker, Regisseur und Autor. Schindel studiert in Wien Philosophie und zwei Semester Rechtswissenschaft. Er engagiert sich in studentischen Bewegungen und wurde Mitbegründer der „Kommune Wien“ und der Literaturzeitschrift „Hundsblume“. 1986 wurde Robert Schindel freiberuflicher Schriftsteller. Von 1998 bis 2002 war er Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises, 1999 übernimmt er den Vorsitz. Robert Schindel ist ein Förderer von Nachwuchsschriftstellern und hält seit 2003 Schreibwerkstätten für junge Autoren ab. Er begründete die erste staatliche Literaturinstitution in Österreich, die kreatives Schreiben fördert, und lehrt dort seit 2009 am Institut für Sprachkunst der Universität für Angewandte Kunst Wien. Schindel ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Fridolin Schley wurde 1976 in München geboren. Er studierte Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Fern-sehen und Film in München sowie Germanistik, Philosophie und Politik in München und Berlin. 2009/10 arbeitete er in den USA an seiner Dissertation über das Essaywerk von W. G. Sebald, die 2012 erschien. Dem mehrfach ausgezeichneten Roman "Verloren, mein Vater" folgten die Erzählbände "Schwimmbadsommer" und "Wildes Schönes Tier", der 2007 mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet wurde. 2015 gab er das Buch "Fremd" heraus, eine Anthologie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. 2016 erschien die Novelle "Die Ungesichter".

Tilman Spengler, 1947 in Oberhausen geboren, studierte Sinologie und war mehrere Jahre am Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften in Starnberg be-schäftigt. Neben seiner akademischen Tätigkeit publiziert er regelmäßig in der „Zeit“, „Geo“ und „Die Woche“. 1991 veröffentlichte er die Romanbiografie "Lenins Hirn", die in einundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. Danach folgten zahlreiche weitere Publikationen, unter anderem „Sind Sie öfter hier? Von der Kunst, ein kluges Gespräch zu führen“ (2009) und „Wahr muss es sein, sonst könnte ich es nicht erzählen. 30 Glücksfälle der Weltliteratur“ (2011). Zuletzt erschienen "Haben Sie das wirk-lich alles im Kopf? Glücksfälle der Weltliteratur" (2013) und "Waghalsiger Versuch, in der Luft zu kleben" (2015). +++


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